Pressemitteilungen

Bayerisches Fernsehen: Frau kauft Kloster

// eine Chance für Wessobrunn?   Oktober/2015


Bayerisches Fernsehen: Paradigmenwechsel

// verlassene Klöster   Juni/2015


Naturkosmetik aus dem Kloster

Martina Gebhardt hat das Kloster Wessobrunn gekauft– und produziert in Zukunft zwischen barockem Stuck und mittelalterlichen Kreuzgewölben.

// Schrot & Korn,  März 2015 

Das Klingeln hört gar nicht mehr auf. Wer einmal auf den Knopf neben der Eingangstür des Klosters gedrückt hat, hört es durch die langen Gänge bis in die entferntesten Räume hallen. Es klingelt in den ehemaligen Zellen der Ordensschwestern, in den neu eingerichteten Büros des Seitenflügels, in den Aufenthalts- und Seminarräumen. Beharrlich, geduldig, minutenlang. Genug Zeit, um die Wildblumen zu betrachten, die ungehindert vor dem Eingang blühen. Genug Zeit, um sich zu dem romanischen Glockenturm umzuwenden, der nach dem Abriss der dazugehörigen Kirche nun ganz für sich steht – ein einsamer Gruß aus dem 12. Jahrhundert. Zeit, was ist das schon an einem solchen Ort?

Gesucht und gefunden

Doch noch ehe man diesem Gedanken so richtig nachhängen kann, öffnet sich die Tür, und da steht sie, die neue Besitzerin des Klosters Wessobrunn: Martina Gebhardt, Chefin und kreativer Kopf des gleichnamigen Naturkosmetik-Unternehmens. Während wir das barocke Treppenhaus hinaufsteigen, lüftet sie das Geheimnisder immerwährenden Klingel: Die bleibt nämlich so lange an, bis irgendjemand die Tür erreicht hat und sie dort durch einen speziellen Schalter von innen wieder deaktiviert. Eine vernünftige Regelung der Vorbewohnerinnen– die elf Missions-Benediktinerinnen,  die das Kloster mit seinen 10000 Quadratmetern Nutzfläche am Ende noch am Laufen hielten, hatten ein Durchschnittsalter von 77. Da darf man bis zur Tür schon mal etwas länger brauchen. Nicht lange gebraucht hat Martina Gebhardt für ihren Entschluss, sich um den Kauf des Klostergeländes zu bewerben. Noch heute lächelt sie versonnen, als sie davon erzählt: „Es hat so sein müssen, als hätten wir uns gesucht und gefunden.“ Schon seit einiger Zeit hat sie ein größeres Firmengebäude gesucht, weil das von ihr renovierte, 850 Jahre alte Bauernhaus, das in den letzten beiden Jahrzehnten als Firmensitz diente, nicht mehr ausreichte.

Guter Geist in alten Mauern Dass das Kloster zum Verkauf stand, erfuhr die 55-Jährige durch Zufall. Dabei liegt es nur wenige Kilometer von der bisherigen Firmenadresse entfernt, ganz in der Nähe des bayerischen Ammersees. Ideale Voraussetzungen also, auch für die Schwestern, die „ihr“ Kloster bei Martina Gebhardt in guten Händen wissen. Sie leben mittlerweile alle wieder im Tutzinger Mutterhaus des Ordens und kommen öfter mal zu Besuch, um sich mit Martina Gebhardt über Heilkräuter auszutauschen. Ihr großer Wunsch: Das Kloster sollte ein Ort bleiben, wo nach ihren Worten „Menschen gerne arbeiten und leben und weiterhin das finden, was Leben lebenswert macht: Stärkung und Erholung für Leib und Seele.“ Auch die „spirituelle Kraft des Ortes“ wollten sie genutzt sehen, ein Punkt, der Martina Gebhardt besonders am Herzen liegt. „Ich habe das Gefühl, dass die Jahrhunderte voller guter Gedanken und Gebete sich irgendwie in den Mauern niedergeschlagen haben und die Atmosphäre dieses Ortes beeinflussen, ganz anders, als wären wir hier zum Beispiel in einer Burg, in der gekämpft wurde.“Martina Gebhardt hat im Lauf der Jahre gelernt, sich neben harten Fakten auch auf ihre Intuition zu verlassen, denn sie pflegt eine echte Doppelbegabung: neben ihren Naturkosmetik- Unternehmen spielt auch die Architektur in ihrem Leben eine große Rolle. Schließlich dienten Herstellung und Verkauf ihrer ersten Cremes dazu, sich das Studium zu verdienen. “Architektur – das passt auf den ersten Blick gar nicht zur Kosmetik – oder?“, fragt sie und lächelt vergnügt. „Aber auf beiden Gebieten bin ich eigentlich für die ‚Haut‘ zuständig, in der Kosmetik und bei einem Haus.“ Das eigentlich Wichtige an der „Haut“ ist ihr jedoch der Raum, den sie umschließt: „Ich möchte Räume öffnen, Türen aufschließen, andere Zugänge finden, Freiraum schaffen für Leben, Bewegung, Schönheit“, erklärt sie. Die 55-Jährige, die ihre Zeit in den vergangenen 10 Jahren zwischen Aufenthalten in den USA und Deutschland aufgeteilt hat, fühlt sich wohl im Spannungsfeld zwischen den verschiedenen Aufgaben in ihrem Leben: „Dualität schafft Raum, und den muss man sich ganz bewusst freihalten, um kreativ sein zu können“ erklärt sie und erzählt, wie sie einsam durch das leere Gebäude gewandert ist, um „zu spüren, was war, zu akzeptieren, was ist, und zu erträumen, was sein wird.“ Das Konzept steht: Eine sanfte Renovierung soll es werden, langsam und in einzelnen Etappen, auch wenn zunächst einmal der Brandschutz drängt. Geplanter Zeitrahmen: 4-5 Jahre, in denen sie verstärkt vor Ort aufhalten wird, denn „Klöster sind keine Orte der schnellen Übergänge“. Ein Ort des „Happy-Aging“

Neben dem Einzug der Firma soll das Kloster auch Heimat für Künstler und nachhaltige Handwerker bieten. Ein kleines Spa ist ebenfalls geplant, als Refugium, in dem nicht nur die äußere, sondern vor allem die innere Schönheit der Gäste zählt: „Schönheit ist das, was von innen nach außen  strahlt. Und sie braucht Raum“, erklärt Martina Gebhardt. „Nur dann wird jede Kreation lebendig. Bei der Kosmetik ist es genau das gleiche: Auch wir wirken anders, wenn wir den Raum haben, so zu sein, wie wir sind. Das Kloster soll ein Ort des Happy Aging werden, nicht des Anti-Aging. Warum sollen wir immer das wiederholen, was vorher gewesen ist und uns krampfhaft an unserer Jugend festhalten, statt mit dem zu arbeiten, was wir jetzt gerade haben? “ Martina Gebhardt jedenfalls strahlt. Sie hat ihren Raum gefunden. Und der reicht von den barocken Ornamenten im oberen Stockwerk bis zu den schlichten Kreuzgewölben der Wirtschaftsräume. An die 1000 Schlüssel zu Zimmern, Schränken, Kisten und Kästchen hat sie von den Schwestern übernommen. Und jede Ecke erzählt eine Geschichte. Wie die Stuckverzierungen, die für die Blütezeit des Klosters im 17./18. Jahrhundert stehen, als Wessobrunn das bedeutendste Stuckatorenzentrum Europas war. 16 000 Besucher jährlich bringen sie in den kleinen Ort – sie werden auch in Zukunft die Möglichkeit zur Besichtigung haben.

Zwischen Stuck und Stein

Noch mehr freut sich Martina Gebhardt jedoch über die in geometrischen Mustern gelegten Natursteinböden aus Solnhofener Kalkstein. Kaum vorstellbar, wie viele Füße sie im Laufe der Jahrhunderte so blank poliert haben… Einige von ihnen sind Schätze, die erst nach der Entfernung alter Teppichböden wieder aufgetaucht sind – die pragmatischen Schwestern deckten sie einfach ab, wenn sie Krankenzimmer oder neue Aufenthaltsräume brauchten. So kann es durchaus sein, dass mitten durch einen der kunstvoll gestalteten Räume eine Trennwand gezogen wurde, um zum Beispiel Platz für eine Küche zu schaffen. Was für ein Bild: Praktische Schränke aus den 60er-Jahren, überspannt von einer nur noch halb zu sehenden, barocken Stuckdecke… Weiter geht es in die Klosterküche und das Refektorium. Hier sind die Wände „ungeschminkt“ – von der Pracht der oberen Geschosse ist nichts mehr zu spüren. Dafür umso mehr Leben. Mittelpunkt ist ein Herd, so groß wie ein Doppelbett. Daneben eine voll funktionsfähige Backstube, riesige Schubladen mit der Aufschrift „Roggenmehl“ oder „Weizenmehl“ zeugen von der Zeit, in der von hier aus noch zahlreiche Kranke und die Kinder des Kinderheims versorgt wurden. „Hier werde ich mich am liebsten aufhalten!“, schwärmt Martina Gebhardt, die in der Küche eine kleine Schauproduktion „zum Anfassen“ plant. Ende des Jahres soll der Firmen-Umzug abgeschlossen sein. Im Klostergarten und im Gewächshaus wachsen schon die ersten Demeter-zertifizierten Kräuter zusammen mit dem Wasser der artesischen Quellen auf dem Gelände werden sie sicher bald in neuen Produktlinien zu finden sein. Ein Traum von diesen Quellen war es schließlich, der Herzog Tassilo III. der Legende nach vor über 1200 Jahren zur Gründung des Klosters veranlasst hat. Zeit, was ist das schon an einem solchen Ort? Die Quellen sprudeln immer noch. Und Martina Gebhardt wird mit ihren Visionen die Entwicklung weitertragen.

 Schrot & Korn, Veröffentlicht März 2015 von Sabine Kumm

icon_pdf Pressemitteilung Naturkosmetik aus dem Kloster


 

Bayerisches Fernsehen: Kloster Wessobrunn

// Kosmetik aus der Klosterküche  Januar/2015


Ein Schiff soll nicht im Hafen liegen.

// theo. Katholisches Magazin. Ausgabe 01/2015

 Martina Gebhardt vertreibt Naturkosmetik, seit über 30 Jahren schon, dann dachte sie sich: Öfter mal was Neues! — und kaufte das Kloster Wessobrunn.

 

In der Region Oberbayerns, die Pfaffenwinkel heißt, jagt ein seit Tagen anhaltender Schneewind über Hügel und Täler, Menschen und Tiere hinweg. Im Zeitlupentempo mühen Autos sich, den weißen Vorhang im Landkreis Schongau-Weilheim zu durchdringen. Es war im 18. Jahrhundert, als der Raistinger Dorfpfarrer Franz Sales Gailer der Region den auf den eigenen Beruf hinweisenden Namen verpasste, weil sich in keiner Gegend Deutschlands so viele Klöster und Wallfahrtskirchen über das Irdische zu erheben suchen. Im Pfaffenwinkel steht auch das Wessobrunner Kloster, das sich, gewissermaßen als Antithese zum geltungsbedürftigen, auf einem von weitem sichtbaren Hügel thronenden Kloster Andechs, eher bescheiden hinter einer Anhöhe verbirgt. Das Kloster ist berühmt für das »Wessobrunner Gebet«, ein Schöpfungsgedicht, das zu den ältesten poetischen Zeugnissen altdeutscher Sprache zählt, und auch für die Wessobrunner Schule, die seit dem 17. Jahrhundert bedeutende Stuckateure hervorgebracht hat, darunter die Brüder Johan Baptist und Dominikus Zimmermann. Nach 12 Jahrhunderten des Arbeitens und des Betens, nach vielen Epochen, Umbrüchen und Wendungen ist irgendwann die Zeit ohne das Kloster davongelaufen; die letzten noch verbliebenen zwölf Missions-Benediktinerinnen von Tutzing verließen Ende 2012 das U-förmige Riesengemäuer – wirtschaftlich war es nicht mehr tragbar. Weder der Staat noch die zuständige Diözese Augsburg wollten es kaufen. Eine Akademie für Stuckateure und Kirchenmaler sowie eine Klinik für psychosomatische Krankheiten waren als Interessenten im Gespräch, wollten das ganze Terrain. Ein Teil der Klosteranlage jedoch gehört der Pfarrgemeinde, die sich sträubte, und so kam, außer dass monatelang gestritten wurde, nichts dabei heraus. Die Sorge der Schwestern, dass irgendein ausländischer Investor oder gar eine Sekte sich des Klosters bemächtigen könnten, wurde plötzlich von einer Frau aus der Nachbarschaft durchkreuzt: Sie kam, sah und kriegte, was sie wollte. Die Architektin und Bio-Pionierin Martina Gebhardt, 55, leitet ihre gleichnamige Naturkosmetikfirma im sieben Kilometer entfernten Pessenhausen bei Rott und war den Schwestern längst ein Begriff. Dabei hatte sie nur durch Zufall von dem Verkauf erfahren; Gebhardt lebte in den zehn Jahren vorher auf einer Farm in Utah, arbeitete dort als Architektin und kam nur einige Male im Jahr für kurze Zeit nach Deutschland. Sie fuhr nach Wessobrunn mit einem Exposé und jeder Menge Überzeugungskraft im Gepäck und ließ das Kloster schätzen. Doch wonach bemisst sich der Wert eines solchen Hauses? »Man kann alles hin und her rechnen und umwälzen im Kopf. Aber ich bin immer anders vorgegangen: Der Mensch muss eine Absicht haben, der gibt er Aufmerksamkeit, und dann zieht er das an, was er gerade für seine Lebensreise braucht – die richtigen Menschen zum Beispiel. Man darf bloß keine Angst bekommen, es lieber Gottvertrauen oder Vertrauen ins Leben nennen.« Ende Mai 2014 unterzeichneten die Priorin der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing, Schwester Hildegard Jansing, und Martina Gebhardt die Verträge – über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Nur so viel ist bekannt: Allein die Instandhaltungskosten des Gemäuers liegen im Jahr bei etwa 50 000 bis 60 000 Euro. Ist das nicht eine Art Himmelsfahrtskommando, Frau Gebhardt? »Im Leben kann man immer Schiffbruch erleiden, ein Schiff ist ja nicht gebaut, um im Hafen zu liegen. Man sollte sich nicht in das Gefängnis der Sicherheit begeben.« An ihren Wahlspruch hat die neue Besitzerin sich gehalten. http://www.theo-magazin.de/2015/02/16/ein-schiff-soll-nicht-im-hafen-liegen/ Veröffentlicht am 16. Februar 2015 von Brigitte Haertel


Missions-Benediktinerinnen von Tutzing

Pressebericht-Wessobrunn-01

Eine neue Zukunft für das Kloster Wessobrunn

Die jahrelange Suche der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing nach einem neuen Eigentümer für die Klosteranlage Wessobrunn ist zu einem erfolgreichen Ende gekommen. 99 Jahre nach ihrem Einzug haben die Schwestern im Dezember 2012 Wessobrunn verlassen. Mit dem Verkauf an die Naturkosmetikfirma Martina Gebhardt wird nun ein neues Kapitel Klostergeschichte aufgeschlagen. Der Rückblick beginnt mit dem Jahr 1913, in dem Reichsrat Theodor Freiherr von Cramer- Klett das Wohnproblem der schnell wachsenden Gemeinschaft der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing dadurch zu lösen versuchte, dass er das Klosterareal in Wessobrunn den Schwestern zur Verfügung stellte, die es 1929 käuflich erwarben. Bild 4Geplant war zunächst, das Kloster als Erholungsstätte für kranke und alte Mitschwestern zu nutzen. Sehr bald schon übernahmen Schwestern Aufgaben in der Gemeinde, errichteten einen Kindergarten und pflegten Kranke im Dorf. Bis 2012 war hier eine Gemeinschaft, die nach der Regel des heiligen Benedikt lebte, wie es Benediktiner schon Jahrhunderte vorher getan hatten, und die gemäß ihrem besonderen Ordensauftrag missionarisch wirkte für die Menschen im Ort und weit darüber hinaus. 80 Jahre lang wurden Wessobrunner Kinder im Kindergarten von Schwestern erzogen. 40 Jahre lang leisteten die Schwestern als Krankenschwestern wichtige Dienste in der ambulanten Krankenpflege. Während der Kriegsjahre wurde das Haus für Umsiedler und Kinder aus luftgefährdeten Städten genutzt, und zehn Jahre lang war es nach dem Krieg Ausweichkrankenhaus der Stadt München für altersschwache Dauerpatienten. Von 1955 bis 2001 boten die Schwestern kranken Kindern aus dem ganzen Bundesgebiet im Kinder- und Jugendkurheim Möglichkeit für Genesung und Erholung. Pressebericht-Wessobrunn-03Vor 40 Jahren öffneten die Schwestern die Klostertüren für jährlich ca. 16.000 Besucher, um die wertvollen stukkierten Flure und Räume zu zeigen und den Besuchern religiöse Kunst zu erschließen. In den letzten Jahren nutzten viele Gruppen das Haus für Besinnungstage und Fortbildungskurse, und Jakobspilger suchten das Kloster als Herberge auf. Fast ein Jahrhundert wirkten Missions-Benediktinerinnen im Kloster Wessobrunn. Diese Jahre waren geprägt von bereichernden Erfahrungen eines erfüllten Ordenslebens, von Freude und Dankbarkeit, auch von Sorgen und Nöten. Der Segen Gottes war spürbar- für die Schwestern ebenso wie für die Menschen im Ort und viele andere, die als Gäste, Pilger und Besucher kamen. Durch die Gesundheitsreform ging die Zahl der Kurkinder so drastisch zurück, dass im Jahre 2001 dieser wichtigste Aufgaben- und Einnahmebereich aufgegeben werden musste. Zudem nahm das Alter der Schwestern stark zu und ihre Zahl sank auf elf. Eine Neuausrichtung der Arbeit oder eine Erweiterung und Verjüngung der Gemeinschaft waren aufgrund von fehlendem Ordensnachwuchs nicht möglich. So stand die Ordensleitung vor zwei großen Aufgaben. Einerseits mussten die hier lebenden Mitschwestern, die seit Jahrzehnten mit „ihrem Wessobrunner Kloster“ vertraut waren, auf den Abschied und den Umzug nach Tutzing oder in eine andere Gemeinschaft vorbereitet werden. Andererseits musste ein Käufer gefunden werden. An eine Fortsetzung der Klostertradition durch eine andere geistliche Gemeinschaft war nicht zu denken. Und weder die Bayerische Staatsregierung noch die Diözese Augsburg sahen sich imstande, die Immobilie zu kaufen und zu nutzen. Daher konzentrierte sich das sehr ernsthafte Bemühen um eine sinnvolle Nachnutzung auf die Suche nach einem privaten Investor. Der sollte nicht nur ein Kaufinteresse haben, sondern auch einige Erwartungen erfüllen, nämlich: Erhaltung der architektonischen Einheit der Gesamtanlage, Bewahrung der historischen Substanz und Wertschätzung der Bedeutsamkeit des Gebäudes, Nutzung der spirituellen Kraft des Ortes, Ermöglichung eines öffentlichen Zugangs zum Fürstentrakt sowie wirtschaftliche und touristische Vorteile für den gesamten Ort. Die Beachtung dieser unterschiedlichen Kriterien sahen wir am besten gewährleistet durch die Unternehmerin Martina Gebhardt, die nicht nur ein vielseitiges Nutzungskonzept aufweisen kann, sondern als Architektin mit Liebe zu historischen Gebäuden auch die notwendige Sachkenntnis für den Erhalt der denkmalgeschützten Räume mitbringt. Auch in dieser Hinsicht übergeben die Schwestern ein kostbares Erbe, denn für ihren hohen Einsatz für den Denkmalschutz z.B. die Renovierung der Stukkaturen und Deckengemälde des Fürstentraktes wurden sie 1991 mit der bayrischen Denkmalschutzmedaille ausgezeichnet. Mit der Entscheidung zum Verkauf an die Firma Martina Gebhardt, Naturkosmetik, verbindet der Orden die Hoffnung, dass das Kloster Wessobrunn ein Ort bleibt, wo Menschen gerne arbeiten und leben und weiterhin das finden, was Leben lebenswert macht: Stärkung und Erholung für Leib und Seele. Tutzing, den 12.Juni 2014

Sr. Hildegard Jansing Priorin

icon_pdf Pressemitteilung: Eine neue Zukunft für das Kloster Wessobrunn


Neuer Firmensitz für die MARTINA GEBHARDT Naturkosmetik GmbH Naturkosmetik aus dem Kloster Wessobrunn

presse_mg_01„Es ist, als ob wir uns gesucht und gefunden hätten. Obwohl das Kloster Wessobrunn nur 7 km südlich vom Firmensitz entfernt ist, wäre es mir nie in den Sinn gekommen, dass dieses wunderschöne Gebäude mit diesem herausragenden kulturhistorischen Hintergrund jemals erwerblich sein würde. Meine Passion für historische Bauten und meine Suche nach altüberlieferten Salbenrezepturen haben mich oft in Klöster geführt. Dass dieser besondere Ort unser neuer Firmensitz wird, wagte ich kaum zu träumen.“ Am 28. Mai 2014 haben die Priorin der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing, Schwester Hildegard Jansing, und die Bio-Pionierin und Naturkosmetik-Unternehmerin Martina Gebhardt den Kaufvertrag des Klosters Wessobrunn unterschrieben. Natur und Schönheit Die Lage könnte nicht schöner sein! Mit Blick auf die Alpenkette, eingebettet zwischen saftgrünen Hügeln, Bächen und Seen, mit dem größten Eibenwald Europas in unmittelbarer Nähe und der berühmten 1000jährigen Tassilolinde – ein Naturdenkmal auf der Klosterwiese – befindet sich das Kloster Wessobrunn an einem einmaligen Ort. „Was mich besonders freut, sind die drei artesischen Quellen“ sagt Martina Gebhardt. Diese gaben vor 1300 Jahren Anlass zur Gründung des Klosters. Natürlich werden wir dieses berühmte Quellwasser in unseren Produkten verwenden, ebenso die Heilpflanzen aus dem Klostergarten, frisch verarbeitet und selbstverständlich aus biologisch-dynamischem Anbau.“ presse_mg_02Auch der Bau hat es der Architektin angetan. Die reich verzierten Räume im Inneren machen den neuen Firmensitz zu einem wahren Schmuckstück. Der bekannte Stuckateur Johann Schmuzer begründete die legendäre „Wessobrunner Schule“ im 17. Jahrhundert und namhafte Stuckateure gingen aus ihr hervor. Ihre Werke kann man heute auch im Kloster Ettal und der berühmten Wieskirche bewundern. Historisches öffnen Martina Gebhardt hatte schon immer eine Vorliebe für historische Gebäude. „Es stimmen für mich einfach die Proportionen und diese unglaubliche Hingabe zum Detail.“ Sie ist überzeugt, dass sich die Gedanken und Gebete der Klosterbewohner über Jahrhunderte in den Mauern eingebettet haben und zur friedvollen Ausstrahlung beitragen. Wie sich die Kosmetikproduktion in den alten Kreuzgewölben unterbringen lässt, ist nun die besondere Herausforderung für Martina Gebhardt. Sie schaut dieser Aufgabe optimistisch entgegen, da auch der aktuelle Firmensitz in Rott in einem 850 Jahre alten Bauernhof die strengen Anforderungen der GMP-Herstellung erfüllt. presse_mg_03Platz für Neues und Traditionelles Für Martina Gebhardt ist es wichtig, dass das Kloster offen zugänglich bleibt. Es soll ein Standort für Seminare und Veranstaltungen sein und den Pilgern des Jakobsweges weiterhin für Übernachtungen zur Verfügung stehen. Geplant ist, dass später neben dem Heilpflanzenanbau auch nachhaltig arbeitende Handwerksbetriebe die altehrwürdigen Mauern mit Leben erfüllen. Die gegebenen Räumlichkeiten und lichtdurchfluteten Ateliers eignen sich hervorragend für Kunst und Kultur. In Zusammenarbeit mit der örtlichen Pfarrei, der das Obergeschoss des Prälatentraktes gehört, sollen interessierten Besuchern Führungen angeboten werden. Was lange währt… Schon seit einigen Jahren hat die Unternehmerin nach einem neuen Gebäude für ihre Naturkosmetikfirma gesucht. Ein Zweckbau kam für die Architektin nicht in Frage, sie suchte ein Haus mit historischem Charme entsprechend dem alten Bauernhof am Firmenhauptsitz in Pessenhausen bei Rott. Endlich finden nun Produktion, Vertrieb, Versand und Lager, die sich bislang auf drei verschiedene Standorte verteilen mussten, ein gemeinsames Zuhause. „Schönheit und Raum bedingen einander. Das Kloster Wessobrunn ist die perfekte Verbindung dafür. Dank der Möglichkeit zur Übernahme des Klosters erfüllt sich für mich ein Traum.“ Zur Firma Unter der Marke Martina Gebhardt produziert und vertreibt die gleichnamige Bio-Pionierin seit mehr als 30 Jahren hochwertige Naturkosmetik, die heute das Demeter-Label für biologisch-dynamischen Anbau und Verarbeitung trägt. Im bayrischen Rott – zwischen Landsberg am Lech und Weilheim – werden mehr als 140 Handelsprodukte für die Gesichts- und Köperpflege hergestellt und in die ganze Welt vertrieben. Das Sortiment für die Fachkosmetikerin umfasst zudem Produkte für die Kabine sowie ein einzigartiges Wirkstoffprogramm, welches eine Individualisierung der Behandlung ermöglicht. Die Produkte der Marke Martina Gebhardt Naturkosmetik sind im Biowaren-Fachhandel und bei der Naturkosmetikerin erhältlich. Unter der Naturkosmetik SeniSana produziert und vertreibt Martina Gebhardt eine Exklusivmarke für die Fachkosmetikerin. Die Bezugsquellen sind in den Websites zu finden. Weitere Informationen Martina Gebhardt Naturkosmetik GmbH St.-Wendelin-Strasse 3 86935 Rott 081 – 94 93 21 -0 info@martina-gebhardt-naturkosmetik.de www.martina-gebhardt-naturkosmetik.de und www.sensisana.de Kloster Wessobrunn GmbH & Co.KG Klosterhof 4 82405 Wessobrunn 088 – 09 92 11 -0 info@klosterwessobrunn.de www.klosterwessobrunn.de – hier finden Sie weitere Bilder TAGMARS (Pressestelle Martina Gebhardt Naturkosmetik GmbH) Tanja Gusinde Marketing Services 081- 94 93 17 56 t.gusinde@tagmars.de icon_pdf Presseinformation: Neuer Firmensitz für die MARTINA GEBHARDT Naturkosmetik GmbH